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Neue Regeln für Zuschläge bei Regelenergie-Ausschreibung

Mit einem neuen Zuschlagsmechanismus will die Bundesnetzagentur die Ausschreibungen von Regelenergie künftig effizienter gestalten und gleichzeitig Preisspitzen verhindern.

Ab dem 12. Juli werden die Zuschläge bei Ausschreibungen für Regelenergie nach einem neuen Mechanismus vergeben. Wie die Bundesnetzagentur mitteitle, erfolgt der Zuschlag für ein Gebot für Sekundärregelung oder Minutenreserve künftig auf Basis eines Mischpreisverfahrens. Bislang war für den Zuschlag ausschließlich der gebotene Leistungspreises entscheidend.


Neben dem Leistungspreis berücksichtigt der Zuschlagswert künftig also anteilig auch den Arbeitspreis. Ein Gewichtungsfaktor bestimmt, wie stark der Arbeitspreis in den Zuschlagswert einfließt. Er entspricht der durchschnittlichen Aktivierungswahrscheinlichkeit von Geboten der jeweiligen Regelenergieart und wird quartalsweise auf Grundlage der vergangenen zwölf Monate neu berechnet. Bei Geboten mit gleichem Zuschlagswert entscheidet der niedrigere Leistungspreis über den Zuschlag. Ist auch der Leistungspreis gleich, werden die Gebote in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, so die Bonner Behörde.

Mit der neuen Regelung sollen unerklärlich hohe Arbeitspreise verhindert werden, die im vergangenen Herbst bei der Regelenergiebeschaffung entstanden sind. “Die Analyse der Ursachen der extrem hohen Arbeitspreisgebote im Herbst 2017 haben gezeigt, dass der bisherige Zuschlagsmechanismus einer Weiterentwicklung bedurfte”, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, die Notwendigkeit der Änderung. Ziel der neuen Regelung sei es, bei der Beschaffung von Regelenergie den Wettbewerbsdruck auf die Arbeitspreise zu erhöhen und damit das Beschaffungssystem effizienter zu machen.

 

//Ursprünglicher Artikel von Herrn Andreas Kögler, Energie & Management Verlagsgesellschaft mbH