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Patrick Graichen, Direktor der Agora Energiewende, ist „Energiemanager des Jahres 2018“

 

 

ENERGIEMANAGER DES JAHRES 2018

Eine hochrangige Jury hat den Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende mit dem Titel „Energiemanager des Jahres“ ausgezeichnet.
17 Vorgänger hat Graichen bei dem von E&M-Herausgeber Helmut Sendner ins Leben gerufenen Preis „Energiemanager des Jahres“ und doch unterscheidet er sich von den anderen Preisträgern. Graichen muss mit seiner Agora Energiewende nicht renditeorientiert arbeiten. „Er setzt Stiftungskapital dafür ein, dem Energiewende-Markt Transparenz zu verleihen und somit den klassischen Unternehmensmanagern der Energiewirtschaft sowie der Politik ideologiefrei Orientierungshilfe zu geben“, so Jurymitglied Helmut Sendner zur Begründung der Wahl Graichens.
Der 46-Jährige ist seit Anfang 2014 Direktor von Agora Energiewende mit Sitz in Berlin, zuvor war er bereits zwei Jahre stellvertretender Direktor. Er hat Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft studiert und an der Universität Heidelberg über kommunale Energiepolitik promoviert. Von 2001 bis 2012 hat Graichen in verschiedenen Positionen im Bundesumweltministerium gearbeitet. Schwerpunkt seiner Arbeit war dabei immer die Energie- und Klimapolitik.

“Dieser sehr angesehene Preis ist eine große Bestätigung”

„Dieser sehr angesehene Preis ist eine große Bestätigung für die Arbeit meines sehr engagierten Teams und für mich“, teilte Graichen mit. Die Denkfabrik mit rund 40 Mitarbeitern wird kernfinanziert von der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation. Der Prei sei zugleich Ansporn, weiterhin hart an Wegen zum Erreichen der Klima- und Energieziele zu arbeiten. „Denn wir haben noch sehr viel zu tun“, so der Preisträger.

Patrick Graichen ist Energiemanager des Jahres 2018.
Bild: Agora Energiewende/Detlef Eden

Michael Bauchmüller, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Berlin und ebenfalls Jurymitglied, sagt über den Preisträger: „Patrick Graichen hat mit seiner ruhigen, sachlichen Art den Ton in der energiepolitischen Debatte spürbar entschärft – und mit der Expertise von Agora viel zu ihrer Versachlichung beigetragen“. Die Kritik über den möglichen großen Einfluss von Agora auf die Politik sollte man als Kompliment für die Arbeit von Graichen sehen.

Juror Christian Held, Partner der Anwaltskanzlei Becker Büttner Held, lobt vor allem die Arbeit Graichens für die von ihm geleitete Agora Energiewende: „Die Entwicklung zum führenden Institut für Fragen der Energiewende hat Graichen mit allen Managertugenden ganz wesentlich vorangetrieben“, so Held.

Vergleichbar äußert sich Juror Christof Spangenberg, Geschäftsführer der Unternehmensberatung K.Group: Energiewirtschaft und Energiepolitik gingen oftmals Hand in Hand. Deshalb sei es wichtig, dass die Politik ihre Meinungsbildung auf fundierten Analysen und Zukunftsszenarien aufbaut. „Hier kommt der Agora Energiewende unter der Führung von Patrick Graichen eine Schlüsselrolle zu.“

In den Vorjahren wurden unter anderem Boris Schucht (Vorsitzender der Geschäftsführung von 50 Hertz), Dieter Steinkamp (Vorstandsvorsitzender der Rheinenergie AG) und Georg Müller (Vorstandsvorsitzender der MVV AG) als „Energiemanager des Jahres“ ausgezeichnet. Der Preis wird seit dem Jahr 2001 verliehen. Der von der Zeitung Energie & Management initiierte und von der Kanzlei Becker Büttner Held und der Unternehmensberatung K.Group mitgetragene Preis wird 2018 zum 17 Mal vergeben. Bewertungskriterien sind allgemeine Führungsqualitäten, soziale und gesellschaftliche Kompetenz sowie nachhaltige Unternehmensentwicklung.

Zwölfköpfige Jury wählt den Preisträger aus

Die Auswahl des Energiemanager des Jahres wird von einer hochrangigen zwölfköpfigen Jury getroffen: Neben den bereits genannten Juroren gehören dazu: Hans-Willy Bein, Journalist; Michael Ebling, Präsident des Verbandes Kommunaler Unternehmen; Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie; Michael Hegel, Finanzexperte; Stefan Kapferer, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW); Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin Energie beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung der 50 Hertz Transmission GmbH.

 

Die bisherigen Preisträger

 2017 – Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung der 50Hertz Transmission GmbH

2016 – Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG

2015 – Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender der Mannheimer MVV Energie AG

2014 – Michael Lucke, Geschäftsführer des Allgäuer Überlandwerkes GmbH

2013 – Heiko von Tschischwitz, Gründer und Vorsitzender der Geschäftsführung der

Hamburger LichtBlick SE

2012 –  Johannes van Bergen, damals Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke
Schwäbisch Hall GmbH

2011 – Bernd Wilmert, damals Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum GmbH

2010 – Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG

2010 – Herbert Dombrowsky, damals Vorsitzender der Geschäftsführung der N-Ergie AG

2010 – Michael G. Feist, damals Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG

2010 – Dr. Thorsten Radensleben, Vorstandsvorsitzender der badenova AG

2009 – Dr. Kurt Mühlhäuser, damals Vorsitzender der Geschäftsführung der

Stadtwerke München GmbH

2008 – Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH

2007 – Dr. Hans-Bernd Menzel, damals Vorstandsvorsitzender der EEX AG

2006 – Dr. Werner Brinker, damals Vorstandsvorsitzender der EWE AG

2005 – Dr. Klaus Rauscher, damals Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG

2004 – Helmut Haumann, damals Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG

2003 – Dr. Dieter Attig, damals Vorstandsvorsitzender der Stawag AG

2002 – Dr. Dieter Nagel, damals Vorstandsvorsitzender der Thüga AG

2001 – Roland Hartung, damals Sprecher des Vorstandes der MVV Energie AG

 

// Artikel von Herrn Stefan Sagmeister, Chefredakteur, Energie & Management Verlagsgesellschaft mbH.