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Unternehmen offen für Datenaustausch

Knapp zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland sehen in der Digitalisierung ein großes Potenzial für sich selbst und für das Energiesystem.

Die Digitalisierung als effektive Verbindung zwischen Industrie und Energiesystem: 65 % der Unternehmen in Deutschland gaben in einer Umfrage der Deutschen Energieagentur (Dena) und der Deutschen Messe an, dass sie großes oder sehr großes Potenzial in einer solchen digitalen Verbindung sehen. An der Umfrage zu digitalen Technologien in der Wirtschaft nahmen den Angaben nach 286 Unternehmen teil.
Darüber hinaus seien zwei Drittel der befragten Unternehmen bereit, Prozessdaten in anonymisierter (42 %) oder aggregierter Form (16 %) zu übermitteln. Gegen eine finanzielle Entschädigung wären 19 % dazu bereit. Nahezu die Hälfte (47 %) erklärte ihre Bereitschaft, Informationen von Datenplattformen über Wetter, Stromerzeugung oder Preissignale in ihre Produktionsprozesse zu integrieren. Lediglich 15 % der Unternehmen lehnen einen Datenaustausch strikt ab.

„Die Unternehmen sind bereit für eine digitale Brücke zwischen Industrie und Energiesystem“, sagte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung. „Das ist ein gutes Zeichen, denn digitale Technologien können Produktion und Energiesystem auf intelligente Weise verknüpfen. Sie ermöglichen nicht nur die betriebswirtschaftlich beste Lösung für Unternehmen, sondern tragen auch wesentlich zu einer integrierten Energiewende bei, in der alle Teile optimal aufeinander abgestimmt sind.“

Die Unternehmen sind laut Dena mehrheitlich mit der Energiepolitik der Bundesregierung einverstanden. 25 % von ihnen halten sie für sinnvoll, 35 % wünschen sich den Angaben nach sogar noch ehrgeizigere Ziele. Allerdings empfinden 29 % die Ziele als zu hoch gestochen.

 

//Ursprünglicher Artikel von Herr Jonas Rosenberger, Energie & Management Verlagsgesellschaft mbH