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VDE wertet Smart-Meter-Feldtest als großen Erfolg

Die zweite Stufe der sogenannten Koordinierten Testphase wurde von fehlenden Vorgaben der Eichbehörden beeinträchtigt.

Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE/FNN) hat die zweite Phase seines Testprogramms zur Einführung intelligenter Messsysteme abgeschlossen. In diesem sogenannten „kleinen Feldtest“ wurden Geräte und Prozesse bei einer kleinen Anzahl von Netzkunden in der Praxis analysiert. Die Tests bezogen sich auf den gesamten Lebenszyklus der intelligenten Messsysteme. Diese besitzen zusätzlich zu einem elektronischen Basiszähler auch noch ein Smart Meter Gateway als Kommunikationseinheit.

Insgesamt wurden nach Angaben des VDE mehr als tausend verschiedene Tests durchgeführt, in denen neben der Interoperabilität und der Austauschbarkeit der Komponenten auch die Interaktion zwischen dem intelligenten Messsystem und dem Nutzer im Mittelpunkt stand.

„Wir sind mit knapp 60 Prozent positiven Testfällen äußerst zufrieden“, erklärt Heike Kerber, Geschäftsführerin des VDE/FNN. Erstmals sei in Kundenanlagen das Zusammenspiel von Smart-Meter-Gateway-Administrator, Smart Meter Gateway und dem eigentlichen Zähler untersucht worden. Nach den Labortests, die in der ersten Phase durchgeführt wurden, seien nun knapp 60 % der Testfälle positiv verlaufen. Dies entspreche einer Steigerung um zehn Prozentpunkte. Vor diesem Hintergrund wertete Kerber das Ergebnis als „großen Erfolg“. Dennoch sei bis zu einem Massen-Rollout noch einiges zu tun. So müsse die Interoperabilität und Austauschbarkeit der Komponenten weiter konkretisiert und optimiert werden. „Deshalb werden wir weiter konsequent mit Behörden, Herstellern und Anwendern zusammenarbeiten“, versichert die Geschäftsführerin.

Die Testergebnisse wurden laut VDE allerdings durch noch fehlende Vorgaben von behördlicher Seite beeinträchtigt. So müssen laut VDE die Eichbehörden beispielsweise noch Angaben zur Darstellung von Verbrauchsdaten für den Kunden machen.

Die Koordinierte Testphase wird mit einem Großen Feldtest beendet, in dem das Gesamtsystem der Komponenten im Einsatz bei mehreren tausend Kunden auf Herz und Nieren geprüft wird. Diese letzte Phase wird nach Einschätzung der VDE-Verantwortlichen voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen sein.

Ein Konsortium aus VDE/FNN und 16 Unternehmen der Energiewirtschaft ist an den Tests beteiligt. Auch Kooperationspartner und Lieferanten sind eingebunden. Die Erkenntnisse sollen sich dann auch in der Standardisierungsarbeit des VDE niederschlagen.

//Ursprünglicher Artikel von Herrn Fritz Wilhelm, Energie & Management Verlagsgesellschaft mbH